Schellack ist ein wunderbarer Lack für eine Gitarre, man sollte aber einige Dinge beachten:

Im Vergleich zu verschiedenen Kunstlacken ist Schellack mechanisch nicht beanspruchbar -
Vorsicht mit Fingernägeln, Knöpfen, Reißverschlüssen etc..

Schellack ist hitzeempfindlich - ein heißer Kofferraum im Sommer ist kein geeigneter Platz
für ein derart politiertes Instrument. Der Lack wird weich und klebrig.
Im Alltag ist das natürlich kein Problem ...

Alkohol löst Schellack auf - Vorsicht beim Putzen.

Wasser (Schweiß!) kann Schellack zwar nicht anlösen, wenn es zu lange Kontakt hat aber leicht aufquellen und dadurch trüben.

Ad Schweiß: manche Personen schwitzen eine Politur in wenigen Minuten trüb und einigen Wochen weg, bei anderen gibt es über Jahre kaum Veränderungen - das ist Glücksache.

Es empfiehlt sich, wenn man heikel ist, die Gitarre an den Kontaktstellen zum Körper
(Oberkörper, rechter Unterarm) zusätzlich zu schützen (z.B mit Hirschleder ö.Ä.).

Eine mit den Jahren matt gewordene Politur kann kann wieder auf Hochglanz gebracht werden,
eine stärker beschädigte Oberfläche ausgebessert oder völlig neu aufgebaut werden, es ist aber
relativ aufwendig - zeitlich und damit finanziell.

Vorsicht zahlt sich also aus.